Gemeinsam für mehr Grün in Bochum
Eröffnung des Pocket Parks an der Franz-Vogt-Straße
Mit der offiziellen Eröffnung des Pocket Parks an der Franz-Vogt-Straße setzte die Stadt Bochum am 30. April 2026 ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige Stadtentwicklung und für gelebte Nachbarschaft. Im Rahmen des Partizipationsprozesses war das THALESruhr-Transferprojekt „Urbane Ökologie und Gemeinschaftsbildung“ im Projekt involviert. Es hat die Beteiligung der Bürger:innen an der Entstehung des Parks wissenschaftlich begleitet und aktiv mitgestaltet. Immer wieder hat sich dabei das große Engagement der Bürger:innen rund um den Park gezeigt, vor allem unterstützt durch den Bochumer Ernährungsrat „EssBO!“.
Pocket Parks als grüne Oasen für die Stadt
Mit dem Projekt „Pocket Parks“ hat die Stadt Bochum ihre Strategie zur Förderung wohnortnaher Naturerlebnisse erweitert. Ziel ist es, brachliegende Flächen, Baulücken oder versiegelte Bereiche schrittweise in kleine Grünanlagen umzuwandeln. Die grünen Inseln sollen allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich sein und einen positiven Beitrag zu Gesundheit, Klima und Lebensqualität leisten. Im Rahmen der Bochum Strategie ist geplant, in jedem Stadtbezirk einen solchen Pocket Park zu etablieren.
Partizipation im Fokus – unterstützt durch das Team des THALESruhr-Transferprojekts „Urbane Ökologie und Gemeinschaft“
Ein zentrales Merkmal der Pocket Parks in Bochum ist die intensive Beteiligung der Bürgerschaft. Von der Ideensammlung über Informationsveranstaltungen bis hin zur konkreten Planung und Umsetzung wurden Anwohnende aktiv eingebunden und durfte über Umsetzungen mitentscheiden. Genau hier brachte das THALESruhr-Teilprojekt „Urbane Ökologie und Gemeinschaft“ seine Kompetenzen und Erfahrungen ein. „Wir haben die Gestaltung der Beteiligungsprozesse unterstützt, den Austausch zwischen Stadtverwaltung, Wissenschaft und Bürgerschaft gestärkt und dazu beigetragen, lokale Bedürfnisse und Erwartungen in die Planung zu integrieren“, betont Fabienne Peddinghaus, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts „Urbane Ökologie und Gemeinschaft“, und ergänzt: „Am 02. April 2026 fand der letzte große Beteiligungsschritt statt: die gemeinsame Pflanzaktion. Auch hieran waren wir beteiligt und haben gemeinsam mit Teilnehmenden eine sogenannte Totholzhecke aus Ästen und Zweigen errichtet.“ Totholzhecken dienen als Lebensraum für Tierarten wie Vögel, Insekten und Igel und leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität im städtischen Raum. Gleichzeitig unterstreichen sie als gestalterisches Element den ökologischen Anspruch des Projekts.
Errichtung der Totholzhecke






Ein Ort für die Nachbarschaft
Mit der Eröffnung durch den Bochumer Oberbürgermeister Jörg Lukat wurde der Pocket Park offiziell der Öffentlichkeit übergeben und steht ab sofort der Nachbarschaft offen – als Treffpunkt, Erholungsraum und gemeinschaftlich gestalteter und gestaltbarer Ort im Quartier.
In einer anschließenden Planungsphase wurden die Ergebnisse weiterentwickelt und auf ihre Realisierbarkeit geprüft. Auf dieser Grundlage wurde ein Förderantrag für die Umsetzung des Schulgartens erstellt. Auch in Zukunft ist eine fachliche Begleitung durch das THALESruhr Transferprojekt „Urbane Ökologie und Gemeinschaft“ vorgesehen. Darüber hinaus sollen weitere Klassen aktiv in den Aufbau eingebunden werden, sodass der Schulgarten gemeinschaftlich von der gesamten Schule gestaltet und gepflegt wird.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie praxisorientierte Bildungsarbeit nachhaltige Lernprozesse fördern und gleichzeitig konkrete Impulse für die Schulentwicklung setzen kann.


