IHS-Veranstaltung „Wege zur transferfreundlichen Hochschule“ mit hoher Beteiligung
THALESruhr gab einen Workshop und teilte Transferwissen
Rund 80 Personen aus Hochschulen, Wissenschaftsmanagement und Transferpraxis trafen sich am 9. und 10. Juni 2026 im Science Park der Universität Kassel, um über erfolgreiche Transferstrukturen an Hochschulen zu diskutieren. Die zweitägige Veranstaltung „Wege zur transferfreundlichen Hochschule“ der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ (IHS) bot Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Entwicklung von Lösungsansätzen für eine stärkere Verankerung von Transfer in Hochschulen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die zentralen Fragen: Wodurch zeichnen sich gute Transferstrukturen aus? Wie können Transferkompetenzen vermittelt werden? Welche Instrumente und Formate haben sich in der Praxis bewährt? Und wie entsteht eine nachhaltige Transferkultur an Hochschulen? Die Themen wurden in Fachvorträgen, Arbeitsgruppen und einer gemeinsamen Plenarsession aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Darüber hinaus erkundeten die Teilnehmenden ausgewählte Transferorte in Kassel und erhielten Einblicke in regionale Praxisbeispiele.
Jan Schlüter, Transformationsmanager des THALESruhr-Projekts der Hochschule Bochum, war nicht nur als Teilnehmer dabei, sondern gestaltete auf Wunsch und Einladung des VDI Technologiezentrums den Workshop „Guter Transfer braucht Verwaltung“, an dem rund 30 Personen teilnahmen. Ausgangspunkt war ein Impulsvortrag mit Ergebnissen einer an der Hochschule Bochum durchgeführten Befragung im Rahmen des Projekts THALESruhr. Dabei wurden Perspektiven von Verwaltungsmitarbeitenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gegenübergestellt und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in den Anforderungen an Transferprozesse herausgearbeitet.
In der anschließenden Arbeitsphase diskutierten die Teilnehmenden anhand typischer Rollen im Hochschulalltag, welche Aufgaben, Kompetenzen und Unterstützungsformate für erfolgreichen Transfer besonders relevant sind. Die Diskussionen machten deutlich, dass Verwaltungseinheiten eine zentrale Ermöglichungsstruktur für Transfer darstellen und wesentlich dazu beitragen können, Kooperationen zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich umzusetzen.
Die im Workshop zusammengetragenen Erfahrungen aus verschiedenen Projekten der Initiative „Innovative Hochschule“ zeigten zugleich konkrete Ansatzpunkte auf, wie Hochschulen ihre Verwaltungsstrukturen weiterentwickeln und die institutionellen Rahmenbedingungen für Transfer nachhaltig stärken können.
Die Veranstaltung verdeutlichte einmal mehr, dass erfolgreiche Transferarbeit nicht allein von engagierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern getragen wird, sondern auf das Zusammenspiel vieler Akteurinnen und Akteure innerhalb der Hochschule angewiesen ist. Insbesondere die Verwaltung nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, wenn es darum geht, Transfer strategisch zu unterstützen und dauerhaft in den Hochschulstrukturen zu verankern.

