THALESruhr ist ein Projekt der Hochschule Bochum.
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THALESruhr-Parklet wertet Hattinger Straße auf

Mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum

An der Hattinger Straße in Bochum-Linden läuft seit Ende April 2026 ein Verkehrsversuch, bei dem die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auf 20 km/h reduziert und der Radverkehr nicht mehr im Seitenraum, sondern auf der Fahrbahn geführt wird. In den Sommermonaten werden zudem Pkw-Stellplätze für Fahrradabstellanlagen, Begrünung und Sitzmöglichkeiten umgenutzt. Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit von Radfahrenden und zu Fuß Gehenden sowie die Aufwertung des öffentlichen Raums.

Ein neu aufgestelltes Parklet auf Höhe der Hattinger Straße 800 ist eine der Maßnahmen zur Aufwertung. Bis Ende August steht die kostenlose Leihgabe des THALESruhr-Projekts der Hochschule Bochum allen Menschen, die es nutzen wollen, zur Verfügung. „Ein Parklet ist ein Stadtmöbel auf einer ehemaligen Parkplatzfläche. Es bietet Sitzgelegenheiten, aber auch Elemente wie Pflanzen oder Fahrradabstellmöglichkeiten“, sagt Franca Hollmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin des THALESruhr-Teilprojekts „Aktive Mobilität“, und ergänzt: „Mit Parklets kann eine lebendigere Atmosphäre mit mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden, was die Attraktivität einer Geschäftsstraße wie der Hattinger Straße erhöhen kann.“

Die Begrünung des Parklets setzt farbliche Akzente und lässt den Straßenraum freundlicher und einladender wirken. Das Gießen der Pflanzen übernimmt das Seniorenbüro Südwest an der Hattinger Straße. „Wir freuen uns über das Parklet. Es bietet Seniorinnen und Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, eine willkommene Möglichkeit für eine kurze oder auch lange Pause. Den Gießdienst zu übernehmen, ist deshalb für uns Ehrensache“, betont Ulrike Gaus vom Seniorenbüro Südwest.

Wie das Parklet von den Menschen vor Ort angenommen wird und welche Auswirkungen es auf die Nutzung des öffentlichen Raums hat, ist Teil einer größeren wissenschaftlichen Untersuchung. „Wir begleiten den Verkehrsversuch der Stadt Bochum wissenschaftlich. Dafür führen wir Verkehrserhebungen und unter anderem eine Befragung durch“, erklärt Prof. Dr. Iris Mühlenbruch, Leiterin des Projekts „Aktive Mobilität“, und fügt hinzu: „Auch das Parklet selbst wird hinsichtlich Bekanntheit und Akzeptanz evaluiert.“