Workshop "Ethische Triggerpunkte - Zum Umgang mit moralischer Komplexität vor dem Hintergrund aufgeheizter Debatten"
25. Juni 2026 an der Hochschule Bochum
Gesellschaftliche Debatten über Krisen und tiefgreifende Transformationsprozesse sind gegenwärtig in hohem Maße aufgeheizt und von starken Polarisierungstendenzen geprägt. Nicht selten scheitern Verständigung und konstruktiver Austausch an verhärteten Fronten, emotional aufgeladenen Argumentationen und wechselseitigen Zuschreibungen. Solche Debattendynamiken lassen sich insbesondere auch im Kontext von Nachhaltigkeit, Klimawandel und gesellschaftlicher Verantwortung beobachten. Dabei spielen moralische Vorwürfe, Formen der Moralisierung sowie Fragen nach individueller und kollektiver Verantwortung eine zentrale Rolle und beeinflussen maßgeblich die Art und Weise, wie gesellschaftliche Konflikte geführt werden.
Im Workshop werden diese Dynamiken näher beleuchtet und hinsichtlich ihrer kommunikativen, sozialen und ethischen Dimensionen analysiert. Gemeinsam wird untersucht, welche Herausforderungen moralische Komplexität für öffentliche Debatten mit sich bringt und warum Verständigungsprozesse häufig erschwert werden. Darüber hinaus werden Möglichkeiten eines angemessenen und reflektierten kommunikativen Umgangs mit moralischer Komplexität erprobt. Ziel ist es, Perspektiven für einen konstruktiven Dialog zu eröffnen und Handlungsmöglichkeiten für respektvolle und differenzierte Diskussionen in kontroversen gesellschaftlichen Kontexten aufzuzeigen.
Der Workshop wird durchgeführt von Prof. Dr. Sebastian Laukötter, Professor für Philosophie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Münster.
📅 Wann: 25. Juni 2026 von 10:00 bis 15:30 Uhr
📍Wo: Hochschule Bochum, Am Hochschulcampus 1, 44801 Bochum (Raum B01-45b)
Ablauf:
10:00 - 12:00 Uhr: Input und Übungen
12:00 - 13:00 Uhr: Mittagspause
13:00 - 14:00 Uhr: Vertiefung
14:15 - 15:15 Uhr: Übung und Abschlussdiskussion
