THALESruhr ist ein Projekt der Hochschule Bochum.
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TP10: Digitale Partizipation für communityspezifische Resilienz bei Extremereignissen

Besser auf Katastrophen vorbereitet sein

Extremereignisse wie Starkregen, Pandemien, Stromausfälle oder Industrieunfälle können jederzeit auftreten. Durch eine gute und systematische Katastrophenvorsorge ist es möglich, damit verbundene Risiken und Gefährdungen für Menschen und Infrastruktur deutlich zu reduzieren. 

Im Transferprojekt 10 geht es darum, mit digitalen Methoden herauszufinden, welche Bedarfe verschiedene Bevölkerungsgruppen im Ruhrgebiet bei Extremereignissen haben. Dabei werden auch besonders gefährdete Gruppen betrachtet, wie beispielsweise ältere Menschen, Geflüchtete oder Jugendliche aus benachteiligten Stadtteilen.

Für die Ermittlung der Bedarfe werden im „Labor für digitale partizipative Sozialraumanalyse“ der Hochschule Bochum (HSBO) sogenannte digitale Kartentische genutzt. An den Kartentischen können Menschen gemeinsam ortsbezogen über ihre Erfahrungen sprechen. So wird sichtbar, wo Hilfe gebraucht wird und was für bestimmte Gruppen wichtig ist. Die gesammelten Informationen helfen Städten und Gemeinden, bessere Entscheidungen bei der Planung von Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge zu treffen.

Um das Projekt praktisch umzusetzen, wird

  • auf Grundlage internationaler und deutscher Katastrophenschutz-Konzepte, wie dem SENDAI-Framework der Vereinten Nationen, ein System zur Unterstützung von Entscheidungen entwickelt,
  • mit bestehenden Raumdaten gearbeitet, um sie für die Gespräche an den Kartentischen nutzbar zu machen,
  • eine digitale Anwendung mit der Open-Source-Software Ogito erstellt und
  • gemeinsam mit Städten und Gemeinden ein Beteiligungsformat für verschiedene Bevölkerungsgruppen entwickelt und getestet. 

Das Ziel des Transferprojekts ist es, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremereignissen – insbesondere für gefährdete Gruppen – zu erhöhen.


Ansprechpersonen Transferprojekt 10